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Ökologischer Landbau in der ViehzuchtDie ökologischen Erwägungen begannen bei der Feldwirtschaft, nach und nach wurden die Vorgaben auf die Viehzucht übertragen und diese in die ökologische Produktion miteinbezogen. Dieser Prozess wurde durch den Druck der Verbraucher begünstigt, die ihrerseits durch die vielen alarmierenden Meldungen über Krankheiten und sonstige gesundheitsschädliche Vorgänge in der Nahrungsmittelindustrie aufgeschreckt wurden. Die ökologische Viehwirtschaft basiert auf der Bevorzugung ökologischer Vielfalt, der Bevorzugung von Rassen, die sich ihrem Umfeld am besten angepasst haben und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten. Einheimischen Rassen ist bei gleichen Voraussetzungen der Vorrang einzuräumen. Es wird eine extensive Produktionsform vorgeschrieben. Der Zukauf von Futtermitteln ist reglementiert, die Verfütterung von Tiermehl und lange Lebendtransporte von Schlachtvieh über große Distanzen sind verboten. Gentechnisch manipulierte Tiere und von ihnen erzeugte Produkte vertragen sich nicht mit den Prinzipien der ökologischen Viehwirtschaft. Herdbuchzucht UckermärkerSeit dem Jahr 1992 züchten wir Uckermärker. Seit diesem Jahr sind sie als Rinderrasse anerkannt. Uckermärker sind Fleischrinder. ZuchtorganisationUnsere betriebliche Zuchtorganisation und die Herdenstruktur sind den Grundsätzen der Herdbuchzucht bei Fleischrindern angepasst Für unsere weiblichen Rinder gibt es drei Selektionsstufen:
Für die Reinzucht kaufen wir auf den Auktionen oder befreundeten Züchtern sehr gute Vererber zu, die im ersten Jahr eine eigene Prüfherde (10 Jungkühe) erhalten. Hier werden sie auf Charakter und Kalbeverlauf getestet. Sie sind in den kommenden Jahren für den Einsatz in der Färsen- oder Jungkuhherde vorgesehen. Deckbullen produzieren wir nur noch für den eigenen Bedarf. Sie werden in den Stammherde oder in den Produktionsherden eingesetzt. Bullenkälber mit einer sehr guten Mutter- und Vatergrundlage, sowie mindestens 1.300 g LTZ bis zum Absetzen kommen in die Eigenleistungsprüfungsanstalt nach Groß Kreutz. Wenn sie ihre guten Leistungen dort bestätigen werden sie in den Produktionsherden zur Absetzerproduktion eingesetzt. Wir setzen ausschließlich Deckbullen der Rasse Uckermärker ein. MutterkuhhaltungEs gibt für den Unternehmensverbund eine einheitliche Produktionsorganisation. Wo es die Effektivität erfordert werden gemeinsame Herden gebildet, z.B. Färsenherde, Jungkuhherde. Nach dem Vorbild französischer Fleischrindzüchter haben wir eine einheitliche Winterabkalbung. Die Besamungs- bzw. Deckperiode dauert vom 01.Februar bis zum 30.06., demzufolge kalben unsere Kühe vom 01. November bis zum 15. April, vorrangig im Stall. Das hat den Vorteil, dass die Abkalbung besser unter Kontrolle ist, die Kühe beim Weideaustrieb noch einmal einen Schub in der Milchleistung bekommen und die Mastochsen nach zwei Jahren zu einem Zeitpunkt schlachtreif sind, wo naturgemäß ein Bedarf an Rindfleisch besteht. Wir haben folgende Herdenstruktur:
ZertifikatKlicken Sie auf das Bild um sich das Zertifikat als PDF zu laden. |
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